Wie lange hält eine 18,9-Liter-Wassergallone?
Die kurze Antwort: Bei zwei Litern am Tag reicht eine 18,9-Liter-Gallone einer Person gut neun Tage. Die längere Antwort ist interessanter — denn fast jeder rechnet beim ersten Mal zu hoch.
Die Rechnung ist simpel
18,9 Liter geteilt durch den täglichen Verbrauch ergibt die Anzahl der Tage. Mehr steckt nicht dahinter.
| Personen | Aus dem Spender pro Tag | Eine Gallone reicht |
|---|---|---|
| 1 | 1 Liter | rund 19 Tage |
| 1 | 1,5 Liter | rund 13 Tage |
| 1 | 2 Liter | rund 9 Tage |
| 2 | 3 Liter | gut 6 Tage |
| 2 | 4 Liter | knapp 5 Tage |
| 4 | 6 Liter | rund 3 Tage |
| 4 | 8 Liter | gut 2 Tage |
Der Fehler, den fast alle machen
Rechnen Sie nicht mit dem, was Sie am Tag trinken. Rechnen Sie mit dem, was tatsächlich aus dem Spender kommt.
Das ist ein Unterschied, und zwar ein großer. Wer zwei Liter am Tag trinkt, entnimmt dem Spender selten zwei Liter. Ein Teil davon ist Kaffee, Tee oder Sprudel. Ein Teil wird unterwegs getrunken, im Restaurant, beim Sport, bei Freunden. Am Wochenende ist der Bürospender ohnehin aus.
Deshalb liegt die erste Schätzung fast immer über dem echten Verbrauch — und die erste Bestellung entsprechend daneben. Unser Rat ist banal, funktioniert aber: Bestellen Sie zu Beginn eher zu wenig als zu viel, schauen Sie vier Wochen zu, und korrigieren Sie dann. Nachliefern ist einfacher, als Gallonen loszuwerden, für die kein Platz da ist.
Wie viele Gallonen pro Monat?
Auch hier reicht Kopfrechnen. Zwei Liter täglich sind 60 Liter im Monat, geteilt durch 18,9 macht gut drei Gallonen.
Eine Person landet damit bei drei bis vier Gallonen im Monat. Ein Zwei-Personen-Haushalt mit zusammen vier Litern täglich bei sechs bis sieben.
Wenn Ihnen diese Zahlen hoch vorkommen: siehe oben. Vier Liter am Tag aus dem Spender sind für zwei Personen eine ambitionierte Annahme.
Im Büro sieht die Rechnung anders aus
Hier zählen nicht Kalendertage, sondern Arbeitstage — und der Verbrauch pro Kopf ist niedriger, weil niemand acht Stunden lang durchtrinkt.
Ein Beispiel mit zehn Mitarbeitenden und einem halben Liter pro Person und Arbeitstag: Das sind fünf Liter am Tag, also ist die Gallone nach knapp vier Arbeitstagen leer. Auf zwanzig Arbeitstage gerechnet brauchen Sie gut fünf Gallonen im Monat.
Zwei Dinge verschieben das nach oben. Erstens Kundenverkehr: Wo Besucher, Patienten oder Mandanten mittrinken, steigt der Bedarf spürbar. Zweitens die Jahreszeit — in einer Werkstatthalle im August ist der Verbrauch ein anderer als im November.
Für Betriebe ist die einzelne Gallone deshalb ohnehin die falsche Bezugsgröße. Interessanter ist, ob die Belieferung mitwächst, wenn es heiß wird. Mehr dazu auf der Seite für Unternehmen.
Warum ausgerechnet 18,9 Liter?
Weil es fünf US-Gallonen sind — 18,927 Liter, um genau zu sein. Die Größe stammt aus dem amerikanischen Markt und hat sich weltweit durchgesetzt, weil sie einen brauchbaren Kompromiss darstellt: genug Vorrat, dass man nicht ständig wechselt, und gerade noch handhabbar.
Gerade noch. Denn 18,9 Liter Wasser wiegen rund 19 Kilo, plus gut ein Kilo für den Behälter. Eine volle Gallone auf einen Spender zu heben, ist eine Übung, die nicht jeder machen möchte oder machen kann.
Das ist übrigens auch ein Argument für die Aufstellhöhe: Spender mit Untertisch-Aufnahme, bei denen die Gallone unten steht, ersparen das Anheben über Kopf. Wenn im Haushalt oder Betrieb jemand mit Rückenproblemen den Wechsel machen soll, lohnt sich der Gedanke vor dem Kauf. Mehr dazu im Artikel Wassergallone kaufen: Worauf Sie wirklich achten sollten.
Wie viel Vorrat ist sinnvoll?
Eine einfache Faustregel, die sich bewährt hat:
Verbrauch zwischen zwei Lieferungen plus eine Gallone Reserve.
Wer zwischen zwei Lieferungen drei Gallonen braucht, hält also vier vor. Die vierte ist der Puffer für die Woche, in der Besuch da war oder die Hitzewelle kam.
Mehr Vorrat als das ist selten sinnvoll. Gallonen brauchen Platz — drei nebeneinander belegen etwa einen Viertelquadratmeter, und in einer normalen Küche ist das bereits eine Ecke, die vorher jemand anderem gehörte. Wer regelmäßig beliefert wird, braucht kein Lager, sondern einen verlässlichen Rhythmus.
Der häufigste Fehler ist nicht zu wenig Vorrat, sondern zu spätes Nachbestellen. Bestellen Sie, wenn die vorletzte Gallone angebrochen wird, nicht wenn die letzte leer ist.
Lagerung und die angebrochene Gallone
Für ungeöffnete Gallonen gilt das Übliche: kühl, dunkel, keine direkte Sonne, keine Wärmequelle daneben, und nicht neben Farben, Reinigungsmitteln oder Kraftstoff. Was auf dem Etikett steht, hat Vorrang vor jeder allgemeinen Regel.
Bei der Gallone, die bereits auf dem Spender sitzt, ist die Lage anders. Hier hängt viel am Gerät selbst und daran, wie es gepflegt wird — halten Sie sich an die Reinigungsangaben des Spenderherstellers.
Ein Punkt, der selten erwähnt wird: Wer sehr wenig trinkt, hat länger etwas von einer Gallone — aber sie steht eben auch entsprechend lange am Gerät. Für Einpersonenhaushalte mit geringem Verbrauch kann deshalb ein kleineres Gebinde die bessere Wahl sein als die größtmögliche Gallone. Der niedrigere Literpreis der großen Gallone nützt wenig, wenn sie drei Wochen am Spender steht.
Wenn Sie den Verbrauch kennen, planen Sie ihn
Der eigentliche Vorteil kommt erst, wenn die Zahl feststeht. Ein Zwei-Personen-Haushalt mit sechs Gallonen im Monat muss nicht mehr darüber nachdenken, wann Wasser bestellt werden muss — er legt einen Rhythmus fest und hat das Thema vom Tisch.
Genau dafür sind wiederkehrende Lieferungen gedacht. Und weil die Gallonen dabei bis zum Aufstellort gebracht werden, entfällt der Teil, der bei zwanzig Kilo pro Stück am meisten stört.